Fibre Channel

Fibre Channel ist eine Standardschnittstelle aus dem Bereich der Speichernetzwerke. Die Abkürzung des zugehörigen Protokolls ist FC-P.

Überblick

Fibre Channel ist für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragung großer Datenmengen konzipiert worden.

Viele Storage Area Networks basieren heute auf der Implementierung des Fibre-Channel-Standards. Die erreichten Datenübertragungsraten liegen heute bei 2, 4, 8 und 16 Gbit/s, was im Vollduplex-Betrieb für Datentransferraten von bis zu 1,6 GB/s ausreicht. Es sind jedoch auch geringere Datenübertragungsraten möglich, so war bis vor wenigen Jahren noch 1 Gb/s (1GFC) die maximale Datenübertragungsrate im Fibre Channel. Als Übertragungsmedium findet man Kupferkabel (hauptsächlich innerhalb von Storage-Systemen; überbrückt bis zu 30 m) und Glasfaserkabel (meist zur Verbindung der Storage-Systeme untereinander; überbrückt bis zu 10 km). FibreChannel wurde zur Ablösung des alten SCSI-Busses entwickelt. Die Hauptanwendung von FibreChannel ist der Transport von SCSI-Kommandos, -Daten und -Status. Es gibt aber viele weitere sogenannte Upper-Layer-Protokolle, wie z. B. SNMP, IP oder VirtualInterface.

Ähnlich wie bei klassischen Netzwerken, bei denen jede Netzwerkkarte eine MAC-Adresse hat, hat bei Fibre Channel jedes Gerät einen WWNN (World Wide Node Name) sowie jeder Port pro Gerät einen WWPN (World Wide Port Name). Es handelt sich dabei um einen 64-Bit-Wert (meist hexadezimal dargestellt), der jedes Fibre-Channel-Gerät eindeutig identifiziert. Fibre-Channel-Geräte können über mehr als nur einen Port verfügen, in diesem Fall hat das Gerät weiterhin nur eine WWNN, aber es besitzt WWPNs in der gleichen Anzahl wie es Ports besitzt. Die WWNN und die WWPN sind sich in der Regel sehr ähnlich.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fibre_Channel

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