2014-11, MikroTik und UMTS

Vorwort

Dieses Dokument beschreibt die Konfiguration eines MikroTik-Routers für die Nutzung eines UMTS-USB-Sticks. Im Downloadbereicht befindet sich die druckbare PDF-Version dieses Artikels.

ACHTUNG:

Diese Anleitung dient nur der Veranschaulichung einer Grundkonfiguration. Wenn Sie ein Netzwerk betreiben, sind Sie selbst für die Einhaltung rechtlicher Vorschriften und die Absicherung Ihres Systems verantwortlich!

Verwendete Hardware:

Verwendete Software:

  • RouterOS 6.22
  • WinBox 2.2.18

Ermittlung des APN

Bei meinem USB-Stick handelt es sich um einen HUAWEI E1550, ein s.g. Surfstick. Diesem liegt eine Software, namens Mobile Partner, für die Verbindungsherstellung bei. Sie sollten für Ihren Surfstick eine ähnliche Software haben und die folgenden Informationen adaptieren. Über das Menü „Einstellungen -> Optionen“ erreichen wir einen allgemeinen Einstellungsdiolog. In diesem Fall befinden sich die gesuchten Informationen hinter dem Unterpunkt „Profilmanagement“. Aus Bequemlichkeit habe ich zusätzlich über das Menü „Einstellungen -> PIN-Funktionen“ die Abfrage der SIM-PIN deaktiviert. Der Name des APN lautet hier „pinternet.interkom.de“.

Konfiguration des RB951

Verwenden Sie WinBox und stellen Sie eine Verbindung zu Ihrem Router her. In der Interface-Liste sollte es schon ein neues Interface geben.

Führen Sie einen Doppelklick auf dieses Interface aus und tragen Sie den, zuvor ermittelten, APN auf der Registerkarte „General“ ein.

Auf der Registerkarte „PPP“ könnten wir Zugangsdaten eintragen aber diese werden nicht benötigt.

Die Registerkarte „Status“ zeigt uns verschiedene Statusinformationen. Das man bei FONIC eine IP-Adresse nach RFC1918 erhält ist nicht schön aber um unterwegs mal seine Emails zu kontrollieren ist es O.K.

Über das Menü „IP -> Routes“ können wir feststellen, dass der Router auch den Weg nach draußen gefunden hat.

Testen der Verbindung

Öffnen Sie ein Terminal-Fenster und prüfen Sie den Zugriff ins Internet.

Öffnen Sie ein Terminal auf Ihrem PC und überprüfen Sie Ihre Verbindung. In meinem Fall reicht ein „ipconfig /all“ aus.

Ein Ping und ein Traceroute zeigen, die Namensauflösung funktioniert. Aber der Zielhost ist nicht erreichbar. Dies ist ein normaler Zustand, der mit der Grundkonfiguration des Routers zu tun hat.

Nacharbeiten

Öffnen Sie das Menü „IP -> Firewall“ und Sie sehen, auf dem Register „Filter Rules“, das falsche Interface in der Konfiguration.

Auf dem Register „NAT“ haben wir die gleiche Thematik.

Ändern Sie diese zwei Regeln und tragen Sie das Interface Ihrer UMTS-Verbindung ein. In meinem Fall hieß es „ppp-out1“.

Kontrollieren wir nochmal die Verbindung nach draußen.

Je nach Netzabdeckung und Tarif kann man dann auch eine ausgefallene kabelgebundene Verbindung überbrücken.

 

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