2012-10, Konvertierung von VDI zu VHD

Diese Anleitung beschreibt die Konvertierung von VDI-Dateien (Oracle Virtual Box) zu VHD-Dateien (Microsoft HyperV). 

Die Windows 8 (64bit) Editionen Enterprise und Professional beinhalten HyperV.
Da ich virtuelle Maschinen auf Basis von Virtual Box besitze und diese nicht mehr verwenden möchte, beschreibe ich hier die Konvertierung nach HyperV.

Achtung:

Jegliche Anwendung dieser Anleitung erfolgt auf eigenes Risiko.

Am Anfang kontrollieren wir die Hardwareeinstellungen der Quell-VM. Entweder ich kenne diese Einstellungen oder ich gehe jede einzelne Einstellung durch und mache mir meine Notizen.
Dazu gehört natürlich auch der Ablageort der Quell-Festplatte. In diesem Fall ist dies die Datei „Cacti.vdi“.
Auf meinem Rechner ist VirtualBox im Standardpfad installiert. Wechselt auf der Konsole in das passende Verzeichnis und führt folgenden Befehl aus.

VBoxManage.exe clonehd /Pfad/zur/Quelldatei.vdi /Pfad/zur/Zieldatei.vhd –format VHD

Achtet bitte darauf das, trotz der Angabe des Zielformates, die Zieldatei die richtige Endung besitzt.
Tipp am Rande: Legt evtl., vor der Konvertierung natürlich, einen Zielordner für die VHD-Datei an.

Je nach Größe eurer VDI-Datei oder deren Anzahl, kann dies eine Weile dauern. Nach dieser Zeit sollte das Zielverzeichnis eure konvertierte(n) Datei(en) enthalten.
Startet jetzt in eurer HyperV-Konsole den Assistenten für neue virtuelle Computer. Legt einen Namen für die neue HyperV-Maschine und deren Speicherort fest. Ich nehme in diesem Beispiel den Ordner, in welchem ich die VHD-Datei abgelegt habe.
Im zweiten Schritt will der Assistent die Größe des RAM wissen. Ich verwende hier die gleichen Einstellungen wie in VirtualBox. Anpassungen sind natürlich möglich.
Im dritten Schritt will der Assistent die Netzwerkverbindung konfigurieren. Wählt hier den, für eure Zwecke passenden, virt. Switch aus. Falls Ihr noch keinen angelegt haben solltet, könnt ihr es später nachholen.
Im vierten Schritt würde man normalerweise eine neue virt. Festplatte anlegen. Wählt hier einfach die konvertierte VHD-Datei aus.
Der fünfte Schritt ist nur die Zusammenfassung und der Abschluss, des ersten Teils, der Konfiguration.
Ruft die Eigenschaften des, eben angelegten, virt. PC auf und klickt im linken Bereich auf die Netzwerkkarte und dann auf entfernen.
Fügt jetzt die „ältere Netzwerkkarte“ hinzu. Dies ist notwendig, weil Linux die original HyperV-Netzwerkkarte nicht versteht. Was später mal sein wird, werden wir sehen.
Konfiguriert jetzt den virtuellen Switch für die VM und wendet eure Änderungen an.
Verbindet euch mit eurer virtuellen Maschine und schaltet diese an.
Je nach installierter Software kommen mehr oder weniger Fehlermeldungen beim Start. In meinem Fall ist es nur eine Meldung der VBox-Additions. Die ist aber nachvollziehbar, da diese Maschine jetzt ein HyperV ist und keine VBox mehr.
Nach der Anmeldung zeigen uns die Befehle „ifconfig“ und „dmesg“ was hier nicht stimmt. Linux hat erkannt, dass seine ehemalige Netzwerkkarte „eth0“ nicht mehr existiert und das es eine neue gibt. Diese neue Karte wurde „eth1“ genannt und ist nicht konfiguriert.
Zu Testzwecken füge ich der Konfiguration ein „eth1“ hinzu, setze „eth0“ auf DHCP und übernehme die ehemalige Konfiguration von „eth0“ auf „eth1“.
Nach einem Reboot, einer weiteren Anmeldung und dem Befehl „ifconfig“ ist die konvertierte Maschine wieder am Netz.
Jetzt müsst ihr euch nur noch um das Finetuning eurer HyperV-VM kümmern.
Ein erster Schritt wird sein aus eth1 wieder eth0 zu machen. Schaut hierfür einfach mal hier vorbei: aus eth1 mach eth0

Viel Spaß und Erfolg beim Konvertieren.

verwendete Quellen:

VBox Manual – Kapitel 8

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